Koch- und Feuerstellen

Informationen zum sicheren Betrieb

Allgemeine Hinweise

Angesichts der vorherrschenden Geländeverhältnisse und der Nutzungsdichte im Kantonsgebiet steht für das Wallis die Schutzfunktion des Waldes im Vordergrund: 87% der Wälder spielen eine wesentliche Rolle beim Schutz vor Naturgefahren. Wir Pfadi wollen Sorge tragen zur Natur und allem Leben. Wir sind uns der Verantwortung bewusst und handeln entsprechend:

  • Wir beobachten Feuer jederzeit und löschen Funkenwurf sofort. Vor dem Verlassen der Feuerstelle löschen wir das Feuer mit Wasser vollständig.
  • Wir erstellen keine Feuer- und Kochstellen direkt auf dem Boden und wir verzichten auf das Graben von Löchern zum Erstellen von Feuerstellen.
  • Wir halten uns an die kantonalen Bestimmungen und behördlichen Anordnungen sowie die ergänzenden Vorgaben vom mova.
  • Wir verwenden ausserhalb vom Hauptlagerplatz ausschliesslich die bestehenden, befestigten Grillstellen in genügendem Sicherheitsabstand zum
    Wald (mindestens 100 Meter).
  • Wir entfachen Lagerfeuer nur auf dem Hauptlagerplatz (Einheitsflächen) in
    Feuerschalen bei windstillen Verhältnissen.
  • Wir verzichten bei einer grossen Waldbrandgefahr (Gefahrenstufe 4 gemäss Angabe des Kantons Wallis) auf Lagerfeuer sowie generell auf Feuer
    ausserhalb vom Hauptlagerplatz.
  • Wir halten jederzeit geeignete Löschmittel bereit (Löschdecke in der Küche; beispielsweise Brauchwasser in einem Putzkessel am Lagerfeuer).
  • Wir werfen Zigaretten, Raucherwaren und Feuerzeuge nicht sorglos weg.
  • Wir entsorgen vollständig ausgekühlte Ascheresten ausschliesslich in den
    fünf mova-Entsorgungsstellen.
  • Wir verzichten auf Feuerwerk und ähnliches

Feuerstellen

Feuer sind so zu betreiben, dass der Boden nicht beschädigt wird und das Feuer klar begrenzt brennt. Es ist nicht erlaubt, Feuerstellen direkt auf dem Boden zu erstellen. Das Ausheben von Löchern für Feuerstellen ist ebenfalls verboten. Feuer auf Schüttungen mit Kies, Sand und dergleichen sind nicht gestattet.

Kochfeuer müssen auf Hochherden (bspw. halbierte Fässer mit Metallrost) oder in
Feuerschalen mit Metallrost entfacht werden. Solche Hochherde können mit einfachen Mitteln vorbereitet werden. Im mova gibt es leider kein geeignetes Material, ihr müsst dies also unbedingt mitnehmen. Der Boden unterhalb von Feuerschalen und Hochherden ist gegen die Strahlungswärme zu schützen. Als Hitzeschild eignet sich bspw. ein Alublech auf einem Holzbrett oder Pfannendeckel auf Schwartenbrettern.

Lagerfeuer dürfen nur auf dem Einheits-Lagerplatz in Feuerschalen bei windstillen Verhältnissen entfacht werden. Für Einheiten, die keine Feuerschalen haben, finden sich auf den Quartier- und Kontinentenplätzen gemeinschaftliche Lagerfeuer.

Es dürfen ausschliesslich feste Anzündhilfen (bspw. Anzündwürfel oder Holzwolle) verwendet werden. Der Einsatz flüssiger Brandbeschleuniger (bspw. Brennsprit) ist verboten.

Waldbrandgefahr

Trotz laufender Absprachen mit den Behörden, Kochfeuer auf den Einheitsflächen
auch bei erhöhter Waldbrandgefahr mit aller gebotenen Vorsicht betreiben zu dürfen, kann es im Extremfall sein, dass das Kochen mit Holz nicht mehr möglich ist. Mit dieser Situation können wir wie folgt umgehen:

  • Einheiten, die über die Ausrüstung zum Kochen mit Gas verfügen, werden gebeten, diese ins mova mitzunehmen. Beschafft solche Gaskocher (Starkbrenner) vor dem mova, da wir euch während dem mova keine Gaskocher zur Verfügung stellen können. So seid ihr im mova flexibler, auch wenn ihr hauptsächlich Kochen mit Holz geplant habt.
  • Bei einem unwahrscheinlichen absoluten Feuerverbot organisiert Ihr euch mit Nachbareinheiten, die auf Gas kochen (bspw. gemeinsame Küche, gestaffeltes Kochen).
  • Der Gasnachschub im mova ist auch bei höherem Bedarf gewährleistet.
  • Eine weitergehende Notfallplanung durch das mova liegt vor und die Versorgung aller Teilnehmenden mit Essen ist garantiert.

Wir empfehlen Euch aus ökologischen und ökonomischen Gründen, möglichst auf Holz zu kochen, auch wenn ihr einen Gaskocher dabei habt. Feuerholz könnt ihr im mova kostenlos beziehen; für Flüssiggasflaschen müsst ihr den aktuellen Marktpreis bezahlen.

Kochstellen

Kochfeuer sind stets auf das erforderliche Minimum zu begrenzen. Kocheinrichtungen sind so zu platzieren, dass eine ungewollte Stichflamme nichts in Brand setzen kann. Dachkonstruktionen halten genügend Abstand zur Feuerstelle, damit der Rauch problemlos abziehen kann. Der Abstand ist auch davon abhängig, ob mit Holz oder mit Gas gekocht wird. Als Mindestabstand sind 1.50 m zur Kochoberfläche einzuhalten; bei Holzfeuern ist der Abstand angemessen zu vergrössern. Die Kochstellen sind mit einem Windschutz (bspw. Metallblech) auszubilden, damit Funkenflug verhindert wird. Der Windschutz muss auf drei Seiten mindestens bis zur Kochoberfläche (bspw. Metallrost) reichen. Generell wird empfohlen, das Abendessen eher später zuzubereiten (täglicher Talwind mit den stärksten Böenspitzen am späteren Nachmittag). Brennholzlager sind mit genügendem Abstand zur Feuerstelle einzurichten.

Jede Einheit erhält vom mova eine Löschdecke bei der ersten Essensausgabe; weitere Löschdecken sind durch die Einheit selbst mitzubringen (bei grossen Einheiten mit mehreren, separaten Küchen). Ein Fettbrand darf niemals mit Wasser gelöscht werden (Gefahr einer Fettexplosion)!

 

Gaskochstellen
Flüssiggas darf nur zu Kochzwecken verwendet werden. Bediener*innen sind vor der Inbetriebnahme im sicheren Umgang mit Gasgeräten zu instruieren. Gasverbraucher dürfen nur im Freien oder in gut belüfteten Zelten (offene Seitenwände)
betrieben werden. Gasgeräte sind von allem Brennbaren soweit entfernt zu halten, dass keine Brandgefahr besteht (seitlicher Mindestabstand von 20 cm). Pro Gasgerät darf maximal eine Reserveflasche beim Gerät stehen. Pro Kochzelt dürfen maximal 4 Gasflaschen (à 11 kg) vorhanden sein; dabei spielt es keine Rolle ob die Gasflaschen angeschlossen sind, als Reserveflasche dienen oder leer sind. Reserve- und Leerflaschen sind ausserhalb des Kochbereiches, mindestens
aber 2 m vom Gasgerät entfernt, zu lagern.

Die Gaskocher sind vorgängig zum mova zu prüfen und defekte Komponenten zu
ersetzen (siehe Checklisten vom mova). Bei Unsicherheiten steht im mova in den Filialen auf den Kontinentenplätzen Fachpersonal zur Verfügung.