Wir hinterlassen Spuren

«Wir Pfadi wollen Sorge tragen zur Natur und allem Leben.» Kommt dir dieser Satz aus dem Pfadigesetz bekannt vor? In der Pfadi setzen wir uns das ganze Jahr mit der Natur auseinander, verbringen viel Zeit im Freien und leben während unseren Sommerlagern sogar für mehrere Wochen draussen. Kurz gesagt: Umwelt und Nachhaltigkeit sind uns grundsätzlich wichtig.

Ein grosses Lager wie das mova verursacht erhebliche Umweltauswirkungen. Als Pfadi wollen wir dafür Verantwortung übernehmen. Gemeinsam reduzieren wir die negativen Auswirkungen auf die Umwelt und sorgen dafür, dass das mova für alle Beteiligten ein Highlight wird. Gleichzeitig wollen wir das mova nutzen, um möglichst viele positive Spuren zu hinterlassen und zu zeigen, wie die Pfadi zu einer lebenswerten, nachhaltigen Welt beiträgt.

Auf der Grafik unten siehst du unsere Umweltstrategie. Wenn du erfahren willst, was das fürs mova genauer heisst, findest du zu den einzelnen Kästchen unten eine Erklärung.

Glaubwürdig umweltbewusst

SoLa-Zeit ist die beste Zeit! Zwei Wochen draussen leben, im Zelt schlafen und den kalten Bergbach als Dusche nutzen? An Lösungen knobeln, die ohne Strom und Infrastruktur funktionieren? Entdecken, dass Wasser nie so gut schmeckt, wie wenn du es selbst in Kanistern mit einem Leiterwagen von der Wasserstelle auf den Platz gebracht hast? Arbeiten mit Materialien, die wir in der Natur finden? Wir Pfadis nehmen diese Challenges gerne an. Und ganz nebenbei sind Pfadilager auch eine sehr umweltfreundliche Art, Ferien zu machen. Im mova sind natürlich die Dimensionen viiiiiiiel grösser – aber die Grundidee ist die gleiche: mit wenigen Ressourcen maximal viel Spass zu haben und keine negativen Spuren zu hinterlassen. Wir leben unsere Pfadiwerte bezüglich Umwelt und übernehmen spielerisch Verantwortung – beim Kochen & Essen, beim Bauen & Spielen, beim Auf- und Abbau von unserem Lagerplatz und beim Transport unseres Materials. Im mova konzentrieren uns auf Verpflegung, Material, lokale Natur und Klima, weil wir in diesen Themenbereichen zu einem umweltbewussten Umgang beitragen können.

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Programm

Neugier für Natur und Umwelt, Offenheit für Zusammenarbeit, Kreativität für neue Lösungen – das sind alles Fähigkeiten, die wir in der Pfadi stärken und die es braucht, um eine nachhaltigere Welt zu gestalten. Wir entdecken die Natur und lernen, mit natürlichen Materialien Grossartiges zu schaffen. Wir übernehmen Verantwortung und suchen Freude in gemeinsamen Erlebnissen. Im mova gibt es Aktivitäten, die allen tolle Erlebnisse zu sozialen und ökologischen Themen bieten. Auf Ausflügen können wir die vielfältige Flora und Fauna in der Lagerregion entdecken. Die mova-Stadt ist eine fantastische Kulisse, um zusammen auf spielerische Art und Weise zu entdecken, wie wir untereinander und mit der Natur gut zusammenleben können. Indem das mova inspiriert und motiviert, zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit beizutragen, hinterlassen wir viele positive Spuren.

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Kommunikation

Das mova bietet die Chance, vielseitig und spannend aufzuzeigen, wie die Pfadi zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen beiträgt. Sehr viele Menschen, innerhalb und ausserhalb der Pfadibewegung, werden auf dieses Nachhaltigkeitsengagment aufmerksam und werden dazu inspiriert, über das mova hinaus zu einer nachhaltigen Welt beizutragen und positive Spuren zu hinterlassen: egal ob an Pfadiaktivitäten, im Alltag, an einem Sportevent oder am nächsten Grossanlass.

Das mova und die Pfadi wollen …

  • über Umweltauswirkungen, Reduktionsmassnahmen und weitere Elemente des Nachhaltigkeits-Engagements umfassend informieren.
  • glaubwürdig über das Nachhaltigkeits-Engagment berichten und mit klarer, transparenter Kommunikation vor, im und nach dem mova überzeugen.
  • involvierte Personen dazu befähigen, zum Nachhaltigkeit-Engagement beizutragen.
  • das Zielpublikum innerhalb und ausserhalb des movas dazu inspirieren, sich für Nachhaltigkeit zu engagieren.
  • mit den Nachhaltigkeitsmassnahmen, die im mova umgesetzt werden, begeistern und beeindrucken.

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Alle können beitragen!

Egal ob du Biber, Wölfli, Pfadi, Pio, Rover, Leitperson, Koch, Co-Lagerleiterin, Elternteil, Verwandter, Bekannte, Sponsorin, Partner, Journalistin … bist: Es braucht uns alle für eine nachhaltige Zukunft! Gemeinsam können wir negative Spuren reduzieren. Aber nicht nur das: wenn wir alle mit unserem Wissen und unserer Kreativität zusammenkommen, dann entstehen daraus neue Ideen und noch mehr positive Spuren. Komm während dem mova im Umweltzelt, dem CaFé ambiente, vorbei und teile deine Visionen.

Hast du Fragen oder Anregungen? Melde dich bei info@bula21.ch.

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Verpflegung

Mehr als 30’000 Leute zu ernähren verursacht grosse Auswirkungen auf die Umwelt. Weniger im Goms selber, sondern vielmehr in der Lieferkette der verwendeten Produkte. Werden diese Treibhausgasemissionen einberechnet, wird die Verpflegung neben dem Materialtransport der Bereich mit den grössten Umweltauswirkungen sein. Aus Klimasicht ist die Sache klar: Pflanzliche Produkte sind in den allermeisten Fällen ökologischer als tierische Produkte. Es muss nicht gleich ein Vegi-Lager sein. Aber die Erfahrung zeigt klar: Mit ein bisschen Kreativität ist es absolut möglich, auch ohne Fleisch, eine Bande Pfadis zufrieden und satt zu bekommen.

Lebensmittel, die produziert und nicht gegessen werden verursachen Umweltauswirkungen für genau gar nichts. Wir setzen darum alles daran, gemeinsam mit euch Food Waste zu vermeiden.

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Klima

Die Gletscher in der Lagerregion schmelzen aufgrund des Klimawandels immer mehr dahin. Wir wollen als Pfadi dazu beitragen, dass es auch im nächsten BuLa noch Gletscher hat und unser Lebensgrundlagen auf dem Planet Erde erhalten werden. Darum minimieren wir die Treibhausgasemissionen im mova. Eine Treibhausgas-Bilanz hilft uns, die wichtigsten Emissionsquellen im mova zu identifizieren.

Einer der wichtigsten Verursacher von Treibhausgasemissionen ist die Verpflegung. Darum tragen leckere Vegi-Menus und die Vermeidung von Food Waste zur Reduktion der Treibhausgasemissionen bei.

Der zweite grosse Punkt in unserer CO2-Bilanz ist der Materialtransport. Hier gilt: Weniger unnötiges Material, das ins Goms transportiert wird, spart Fahrten. Ausserdem zielen wir effiziente und möglichst ausgelastete Fahrzeuge an, um so Fahrtkilometer zu sparen. Damit wird weniger Treibstoff verbrannt und somit weniger CO2 verursacht.

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Material

Ein gut gepflegtes Pfadizelt hält mindestens von einem Bula zum Nächsten. Damit verteilen sich die Umweltauswirkungen der Produktion des Zeltes auf viele verschiedene Lager. Dieses Beispiel zeigt, dass es sich lohnt, langlebiges Material zu verwenden. Das selbe gilt natürlich auch für Blachen, Verkleidungen, Seile, und so weiter. Wir verfolgen den Grundsatz „reduce – reuse – recycle“.

Bei Materialien, die nur einmal verwendet werden, zahlt es sich aus, natürliche Rohstoffe wie Holz zu verwenden. Diese sind umweltfreundlicher in der Herstellung, können problemlos entsorgt werden und es ist weniger dramatisch, wenn trotzdem mal ein Stück in der Natur liegen bleibt. Übrigens: Der grösste Teil unseres Holzes im mova beziehen wir direkt aus dem Obergoms.

Das umweltfreundlichste Material jenes, das gar nicht erst produziert wird. Je mehr ihr gleiche Gegenstände mehrmals einsetzen könnt oder bei einem Block die Kreativität aus einem Holzsstück einen Gegenstand zaubert, desto weniger Umweltauswirkungen entstehen.

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Lokale Natur

Es ist uns ein grosses Anliegen, keine bleibenden Schäden in der Lagerregion zu hinterlassen. Mit vielen verschiedenen Massnahmen schützen wir den Boden, die Pflanzen und Tiere und die Gewässer auf und um den Lagerplatz – auch unter „realen“ Pfadi-Bedingungen. Ein Vorteil des Lagerplatzes auf einem stillgelegten Flughafen ist, dass wir einen Grossteil der schweren Infrastruktur auf die bereits befestigte alte Rollbahn stellen und auf viel bestehende Infrastruktur zurück greifen können.

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Giesskanne

Das Symbol der Giesskanne taucht immer dann auf, wenn wir euch zu einem Thema Tipps und Tricks mitgeben möchten. Haltet in Newslettern, auf Unterlagen oder später auf dem Lagerplatz Ausschau nach dem Symbol! Die Giesskanne steht dafür, dass wir unsere Umwelt hegen, pflegen und schützen.

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Fernrohr

Das Fernrohr symbolisiert unseren Weitblick: Wir sind neugierig und wollen die Welt entdecken. Dahinter verbergen sich also Zusatzinformationen, die auch über das mova hinaus Bedeutung haben oder Hinweise, dass es an einem Ort etwas Spannendes zu sehen gibt.

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