Natur im Wallis

Wir Pfadis erfreuen uns einer intakten Natur, ob im Grossstadtdschungel oder im Wald auf dem Lande. Nicht nur hier auf den unterschiedlichen Kontinenten des movas lassen sich verschiedene Lebensräume erkunden, sondern auch im Wallis. Taucht ein, und entdeckt die Landschaft des Wallis! 

Entdeckt die Trockenwiesen

Auf Ballavi, dem Heimatkontinenten der Biene Dispa blüht es prächtig! Dort finden verschiedene Insektenarten – wie unsere Biene Dispa – oder andere Lebewesen Nahrung und Schutz. Trockenwiesen sind extrem wichtig für die Artenvielfalt sowohl auf Ballavi als auch in der Schweiz. In keinem anderen Lebensraum leben so viele Arten pro Quadratmeter. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung und vermehrter Düngereinsatz verschwinden aber immer mehr dieser artenreichen Wiesen.

Trockenwiesen

Wie viel Prozent der Trockenwiesen sind seit 1900 verschwunden?

Prozentzahl richtiger Antworten:

The average score is 29%

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Im Wallis gibt es noch einige Trockenwiesen zu sehen. Haltet die Augen offen und entdeckt mit euer Einheit die Trockenwiesen des Wallis. Ihr erkennt sie als besonders farbenfrohe Blumenwiesen – statt grüner einheitlicher „Teppiche“. Und wer weiss, vielleicht entdeckt ihr irgendwo im Blütenmeer die tanzende Krone von Dispa.

Absolviert auf eurer Wanderung Ausbildungsstopp 1a, um euch näher mit der Insektenvielfalt zu befassen. Oder engagiert euch für mehr Biodiversität rund um euer Pfadiheim – lasst es spriessen!

Entdeckt die Moore

Ein Moor ist eine Art Schwamm, der Boden ist durchnässt und sauerstoffarm. So bietet es Lebensraum für spezielle Pflanzen- und Tierarten. 

Moore

Warum sind Moore wichtig fürs Klima?

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The average score is 88%

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Leider haben die Menschen den Nutzen von Mooren erst spät erkannt und in der Schweiz wurden fast 90 % der Moore zerstört in den vergangenen 200 Jahren. Sie haben Moore trockengelegt, um die Flächen landwirtschaftlich nutzen zu können und Torf abgebaut (der als Brennstoff verwendet wurde)

Auf der Biwakwanderung (Nr. 16) befindet ihr euch ganz in der Nähe der Moorlandschaft Albrun im Binntal. Oder auf dem Ausflug nach Gletsch, könnt ihr rechts und links oberhalb des Hotel Restaurant Rhonequelle das Bärfel-Moor erkennen.

Entdeckt die Auenlandschaft

Auenlandschaften befinden sich in der Nähe von Gewässern und sind natürliche Überflutungsflächen. Durch die Kanalisierung von Flüssen und die Verbauung entlang von Gewässern sind die Auenlandschaften immer mehr verschwunden. 

Auenlandschaft

Welche dieser Tiere kommen in Auenlandschaften vor? 

Prozentzahl richtiger Antworten:

The average score is 29%

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Verrückterweise können 8 von 10 heimischen Tieren in einer Auenlandschaft leben – sprich, es bietet Lebensbedingungen für fast alle, aber nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Auenflächen sind heute noch in der Schweiz vorhanden. 

Besucht auf eurem Ausflug nach Gletsch die Auen im Gletschervorfeld. Informiert euch über Auengebiete in eurem Wohnort und setzt euch für deren Schutz ein.

Entdeckt den Geschinersee

Der Geschinersee ist ein künstlich angelegter See, der östliche Teil ist aber als Biotop gestaltet und ein Naturschutzgebiet. Dort lassen sich Sumpfpflanzen und deren Bewohner finden. Zahlreiche Amphibien brüten hier und Insekten dienen als Nahrung für verschieden Vogelarten. Auch unser quirliger Fidu lässt sich gerne dort nieder. Nur muss er die Augen offen halten, wenn die gierigen Vögel nach Beute Ausschau halten. Denn alle sieben schweizer Reiherarten wurden schon am Geschinersee gesichtet. Und nicht nur Fidu fühlt sich hier Zuhause, auch verschiedene Libellenarten finden perfekte Bedingungen vor, die sie in ihrer Entwicklung in den unterschiedlichen Zyklen benötigen: freie Wasserflächen im Larvenstadium und Wasserpflanzen und Röhricht-Gebiete – wie etwa Schilfe fürs Erwachsenenstadium. 

Geschinersee

Seit wann gibt es den Geschinersee?

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Der Geschinersee ist auch ein Badesee. Aber insbesondere chemische Rückstände von Sonnencreme haben einen starken Einfluss auf die Wasserqualität (und so auf die darin lebenden Pflanzen und Tiere). Deshalb ist es wichtig, dass ihr euch erst nach der Abkühlung mit Sonnenschutz eincremt, um so chemische Rückstände im Wasser zu verkleinern.

Geniesst die Abkühlung, aber denkt dran: erst baden, dann cremen und respektiert das abgesperrte Gebiet. Und vielleicht könnt ihr bei eurem Abendspaziergang oder in der Nacht sogar das Froschkonzert hören?

Entdeckt die alpine Bergwelt

Habt ihr gewusst, dass zwei Drittel der Schweiz Berggebiete sind? Sie sind geprägt von seltenen Tier- und Pflanzenarten, die sich auf dieses karge Gebiet spezialisiert haben. Deci, der Steinbock ist nur ein Vertreter davon. Ihn findet man mit Vorliebe in steilen Felswänden, wo uns der kalte Angstschweiss packt. Je nach Tageszeit und Temperaturen lassen sich andere Tiere besser beobachten. 

Bergwelt

Welches Tier war in der Schweiz 1920 ausgerottet?

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Feldstecher raus! Achtet euch auf Murmeltierbauten an Südhängen (über 800 M.ü.M.). Wer findet das erste Wildtier? Beim Ausbildungsstopp 1a könnt ihr mehr über diese Tiere erfahren. 

Entdeckt die Wälder

Fast 90 % der Säugetiere im Wallis leben im Wald. Er ist also ein unglaublich wichtiger Lebensraum für viele Tiere. Ein artenreicher Wald bietet verschiedene Lebensräume: Totholz, Sträucher als Übergang zu offenem Weideland, Auslichtungen etc. 

Wälder

Welches ist die häufigste Baumart in Walliser Wälder?

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Habt ihr gewusst? Obwohl der Walliser Wald nicht zu vergleichen ist mit dem Urwald von Oscilla, dem Lebensraum von Gaudi, findet man sogar im Wallis noch unberührte Waldstücke. Derborence im Wallis gilt als letzter von zwei Urwälder der Schweiz.  

Erfahrt mehr über die Walliser Wälder und seine Bewohner bei unserem Ausbildungsstopp 1a/b. Geht auf Spurensuche und lasst euch überraschen, wie viele Hinweise ihr finden werdet. 

Denkt daran… 

Viele dieser Lebensräume stehen unter Schutz. Respektiert die Schutzgebiete und verhaltet euch dementsprechend. Bewegt euch auf den Wegen, hinterlasst keinerlei Abfälle und nehmt keine Pflanzen(-teile) mit. Wir möchten euch anregen, die Natur wahrzunehmen und die Vielfalt zu geniessen.