Lagerplanung für ein nachhaltiges mova

Ein Pfadilager ist umweltfreundlicher als viele andere Arten, Ferien zu machen. Nichtsdestotrotz verursacht ein grosses Lager wie das mova erhebliche Umweltauswirkungen. Als Pfadi wollen wir dafür Verantwortung übernehmen. Wir haben vier Schwerpunktthemen für den Umweltschutz im mova definiert:

-Wir wollen die lokale Natur schützen.
-Wir wollen Treibhausgasemissionen minimieren und so das Klima schonen.
-Wir wollen uns möglichst nachhaltig ernähren.
-Wir wollen achtsam mit Material umgehen.

Wenn wir diese Ziele mit sinnvollen Massnahmen angehen, sind wir einem nachhaltigen mova bereits einen grossen Schritt näher. Gemeinsam mit euch allen können wir negative Spuren im mova (und darüber hinaus) minimieren.

Im Folgenden erfahrt ihr, welche eurer Entscheidungen und Handlungen dafür zum jetzigen Zeitpunkt besonders relevant sind.

Umwelt-Tipp

Weitere Hinweise sowie Tipps und Tricks findet ihr überall dort, wo dieses Symbol auftaucht. Ausserdem lest ihr hier mehr über das Thema Umwelt im mova.

Gut geplante Bauten schützen die lokale Natur

Mit unseren Lagerbauten beanspruchen wir den Boden. Mit gezielten Bodenschutzmassnahmen und einem Auf- und Abbau ohne Fahrzeuge vermeiden wir Bodenverdichtungen. Dadurch bleibt die Lebensgrundlage der Gommer Landwirt*innen noch viele Jahre erhalten.

Unser Bauholz kommt grösstenteils aus der Lagerregion. Unbehandeltes Holz wird vor Ort zu Heizpellets verarbeitet. Allerdings werden wir Holz mit Nägeln, Schrauben oder anderen Verunreinigungen in die Kehrichtverbrennung bei Visp bringen. Helft mit, dass möglichst viel Holz in Gommer Heizungen statt in der Kehrichtverbrennung verbrannt werden kann.

Nägel und Schrauben, die auf den Boden fallen, können bei Tieren schwere Verletzungen verursachen. Dieses Risiko sinkt, wenn ihr eure Bauten vermehrt mit Bünden und wonötig mit Schrauben plant. Schrauben haben gegenüber Nägeln den Vorteil beim Abbau einfacher vollständig entfernt werden zu können.

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Satt und zufrieden mit weniger Umweltauswirkungen

Mehr als 30’000 Leute zu ernähren verursacht grosse Auswirkungen auf die Umwelt. Weniger im Goms selber, sondern vielmehr in der Lieferkette der verwendeten Produkte. Werden diese Treibhausgasemissionen einberechnet, wird die Verpflegung neben dem Materialtransport der Bereich mit den grössten Umweltauswirkungen sein.

Mit der Menü Auswahl habt ihr einen direkten Einfluss auf den ökologischen Fussabdruck eurer Einheit und des gesamten movas. Im mova-Sortiment findet ihr grösstenteils Schweizer Produkte. Aus Klimasicht ist die Sache klar: Pflanzliche Produkte sind in den allermeisten Fällen ökologischer als tierische Produkte. Es muss nicht gleich ein Vegi-Lager sein. Aber unsere Erfahrung zeigt klar: Mit ein bisschen Kreativität ist es absolut möglich, auch ohne Fleisch, eine Bande Pfadis zufrieden und satt zu bekommen.

Lebensmittel, die produziert und nicht gegessen werden verursachen Umweltauswirkungen für genau gar nichts. Plant bereits jetzt ein, wie ihr Resten vermeiden oder zumindest weiterverwenden könnt – natürlich unter Einhaltung der Lebensmittelhygiene.

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Material für die Ewigkeit - reduce, reuse, recycle

Ein gut gepflegtes Pfadizelt hält mindestens von einem Bula zum Nächsten. Damit verteilen sich die Umweltauswirkungen der Produktion auf unzählige Erlebnisse von vielen Pfadis. Dieses Beispiel zeigt, dass es sich lohnt, langlebiges Material zu verwenden. Das selbe gilt natürlich auch für Blachen, Verkleidungen, Seile, und so weiter.

Bei Materialien, die nur einmal verwendet werden, lohnt es sich, natürliche Rohstoffe wie Holz zu verwenden. Diese sind umweltfreundlicher in der Herstellung, können problemlos entsorgt werden und es ist weniger dramatisch, wenn trotzdem mal ein Stück in der Natur liegen bleibt.

Das umweltfreundlichste Material jenes, das gar nicht erst produziert wird. Je mehr ihr gleiche Gegenstände mehrmals einsetzen könnt oder bei einem Block die Kreativität aus einem Holzsstück einen Gegenstand zaubert, desto weniger Umweltauswirkungen entstehen.

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Damit es auch im nächsten BuLa noch Gletscher hat

In der Lagerregion gibt es noch einige Gletscher zu bestaunen. Allerdings schmelzen sie aufgrund des Klimawandels immer mehr dahin. Unser Beitrag an den Klimaschutz ist es, die Treibhausgasemissionen im mova zu minimieren.

Einer der wichtigsten Verursacher von Treibhausgasemissionen durch das mova ist die Verpflegung. Das heisst, leckere Vegi-Menus und die Vermeidung von Food Waste hilft indirekt auch der Stabilität des Klimas.

Der zweite grosse Punkt in unserer CO2-Bilanz ist der Materialtransport. Hier gilt: Weniger unnötiges Material, das ins Goms transportiert wird, spart Fahrten. Wenn ihr Fahrzeuge optimal auslastet, z.B. indem ihr euch für den Transport mit andern Einheiten zusammenschliesst, spart ihr Fahrtkilometer. Damit wird weniger Treibstoff verbrannt und somit weniger CO2 verursacht.

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Spielerisch die Zukunft gestalten

In der Pfadi stärken wir viele Fähigkeiten, die es braucht, um eine nachhaltigere Welt zu gestalten. Wir entdecken die Natur und lernen, mit natürlichen Materialien Grossartiges zu schaffen. Wir übernehmen Verantwortung und suchen Freude in Erlebnissen, statt in Material. Das mova bietet eine grossartige Chance, spannende Aktivitäten zu Themen der Nachhaltigkeit durchzuführen. Die buchbaren mova-Aktivitäten bieten euch tolle Erlebnisse zu sozialen und ökologischen Themen. Auf Ausflügen könnt ihr die vielfältige Flora und Fauna in der Lagerregion entdecken. Die mova-Stadt ist eine fantastische Kulisse, um mit den Teilnehmenden auf spielerische Art und Weise zu thematisieren, wie wir untereinander und mit der Natur gut zusammenleben können. Indem wir unsere Teilnehmenden inspirieren und motivieren, zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit beizutragen hinterlassen wir viele positive Spuren.

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Zusammen für eine nachhaltige Pfadi-Zukunft

Wir empfehlen euch, neben den Teilnehmenden auch die Eltern in den Weg zu einem nachhaltigen mova einzubeziehen, indem ihr Tipps & Tricks weiterleitet und mit ihnen aktiv thematisiert, wie sie auch dazu beitragen können.

Gerne unterstützen wir euch dabei! Habt ihr Fragen zu dien beschrieben Themen? Oder gibt es Aspekte, die wir auf jeden Fall noch berücksichtigen sollen? Dann meldet euch bei uns unter info@bula21.ch! Wir freuen uns, diese Herausforderung mit euch und mit Zuversicht in Angriff zu nehmen.

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